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OTZ Schmölln vom 27. Oktober 2015

 

OVZ vom 6./7. August 2011

 







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OTZ Schmölln vom 27. Oktober 2015

Unternehmer des Jahres kommt aus Posterstein: Hotelier Dirk Illgen geehrt

Der Unternehmer des BVMW-Kreisverbandes Altenburger Land - Gera ist gewählt. Der Preis, der am Montag zum 16. Mal vergeben wurde, geht in diesem Jahr an Dirk Illgen nach Posterstein. Dort betreibt er das Hotel und Restaurant „Zur Burg“.

Früher Geschäftspartner und heute enge Freunde: Dirk Illgen (links), der am Montag mit dem Unternehmerpreis
des hiesigen BVMW geehrt wurde und Ramon Ciesner, der ihn dafür vorgeschlagen hat. Foto: Jana Borath

 

 

Posterstein. Dirk Illgen ist Unternehmer des Jahres 2015 des Kreisverbandes Altenburger Land-Thüringen des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW). Der Preis wurde gestern im Hotel und Restaurant "Zur Burg" in Posterstein übergeben. Das ist zugleich die Wirkungsstätte von Dirk Illgen. Denn der gebürtige Gößnitzer leitet seit 1. Mai 1997 die Geschicke dieses Hauses am Fuße der Burg Posterstein.

Den Weg dorthin fand der inzwischen 45-Jährige allerdings nicht eben geradlinig. Als ­18-Jähriger wusste er noch nicht so recht, welchen beruflichen Weg er einschlagen sollte. Bis er den Jahreswechsel 1988/89 im "Deutschen Haus" in Gößnitz verbrachte: als Aushilfskellner. In jener Nacht entschied sich das berufliche Schicksal des jungen Mannes. Denn Illgen zog es ab diesem Zeitpunkt ins Hotel- und Gaststättengewerbe. Und mit der Grenzöffnung 1989/90 außerdem noch in die große ­weite Welt. Erfahrungen in ­Sachen Hotel- und Gaststättenwesen sammelte Illgen dann in Zürich, Füssen, in London und über eine Anstellung bei einer Reederei auf allen großen ­Meeren dieser Welt.

1996 kam er zurück ins Altenburger Land und wagte mit Ramon Ciesner als Partner den Sprung in die Selbstständigkeit. Zunächst mit dem Restaurant "Gößnitzer Stuben" in der Dammstraße der Pleißestadt. Bald darauf erreichte die beiden Männer die Anfrage aus Posterstein. Ein saniertes Stallgebäude als Hotel und Restaurant gelte es zu übernehmen. Illgen und Ciesner überlegten wohl nicht allzu lange – und griffen zu. Die Pacht von Hotel und Gaststätte "Zur Burg" begann am 1. Mai 1997 und ist eine Erfolgsgeschichte, die bis heute andauert. Ciesner und Illgen gehen beruflich inzwischen zwar getrennte Wege. Doch die beiden verbindet seit 27 Jahren eine enge Freundschaft.

Das spürten alle Gäste auch während der gestrigen Festveranstaltung zu Ehren von Dirk Illgen. Sein Freund Ramon Ciesner hatte den Hotelier nicht nur für den Preis als Unternehmer des Jahres vorgeschlagen. Sondern er hielt auch die Laudatio. In der kamen neben den beruflichen Eckpfeilern Dirk Illgens vor allem der Respekt vor dessen Leistung als Unternehmer zum Ausdruck. Ein Unternehmer, der stets mit Gemeinde, Kirche und Museum Burg Posterstein an einem Strang zieht, um den Ort Posterstein zu profilieren. Ein Unternehmer, der ­Jugendsport in Gera ebenso fördert, wie die Kultur und die Kirchenarbeit vor Ort in Posterstein. Sei es durch Spenden, durch kulinarische Ideen abgestimmt mit dem aktuellen Museumsbetrieb in Posterstein oder durch andere Leistungen. Dirk Illgen kommt beispielsweise seit langem für jenen Strom auf, mit dem die Burg Posterstein Nacht für Nacht in helles Licht getaucht wird, damit sie weithin sichtbar ist. Natürlich, so hob Ramon Ciesner hervor, steht der Service für und am Kunden für Dirk Illgen Tag für Tag im Mittelpunkt des Geschehens. Um dem gerecht zu werden, scheut Illgen weder Kosten noch Mühen.

Wobei der 45-Jährige erst vor wenigen Wochen nochmals unternehmerischen Mut bewiesen hat. Denn nach 19 Jahren der Pacht hat Dirk Illgen das Hotel und Restaurant "Zur Burg" jetzt gekauft. Ausdrücklich dankte Illgen gestern ­seinem Team in Küche und Service: "Als Unternehmer kann ich zwar die Richtung vorgeben. Aber das wirkliche Potenzial des Hauses liegt bei meinen ­Mitarbeitern."

 

 

Jana Borath / 27.10.15 / OTZ

 

 

 

OVZ vom 6./7. August 2011

Gespür fürs Besondere

Gaststätte und Hotel „Zur Burg“ in Posterstein bieten den Gästen einen Rundumservice


Posterstein. „Die Gastronomie ist meine Leidenschaft“, sagt Dirk lllgen von sich. Und das sollen auch seine Gäste spüren. Kein Wunder, dass dem Betreiber der Gaststätte und des Hotels „Zur Burg“ in Posterstein das heutzutage oft strapazierte Wort Erlebnisgastronomie Unbehagen bereitet. „Es ist gelebte, leidenschaftliche Gastronomie, die ich meinen Gästen täglich bieten möchte. Man darf den Gast nicht enttäuschen, er hat perfekten Service verdient“, umschreibt der 41-jährige Hotelfachmann sein Credo. Und dafür nutzt er konsequent alle Vorteile, die sich seinem Haus bieten. Das ist zunächst die besondere Lage am Fuße der Burg Posterstein unweit der kleinen Burgkirche. Von der aus dem zwölften Jahrhundert stammenden Burg hat das Haus in der Dorfstraße seinen Namen. Das Burgmuseum mit seinen wechselnden Ausstellungen ist über die Kreisgrenzen hinaus ein beliebtes Ausflugsziel. Und Burgbesucher kehren gern bei Dirk Illgen ein.


Die Terrasse wird im Sommer auch von Ausflugsgästen gern genutzt.



Da sind die geschichtsträchtigen Wurzeln des Hauses selbst. Erst 1994 ist ein Teil des 1633 erbauten Ensembles, einst zweitgrößter Vierseithof Postersteins, zum modernen Landbotel umgebaut worden – mit Liebe zum historischen Detail. Schlosspavillon, Rittersaal, oder Jagdzimmer Schlosspavillon, Rittersaal oder Jagdzimmer sind Beispiele dafür. Da sind berühmte Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Hans Fallada oder die Herzogin Dorothea von Kurland, die in der Region weilten und an die im Haus gern erinnert wird. Die Fallada-Stube lädt zu Familienfeiern ein. Die luxuriös ausgestattete Dortheensuite mit ihren goldfarbenen Armaturen im Bad ist bei Hochzeitspaaren beliebt. Etwa 40 Hochzeiten richten Dirk Illgen und seine zehn fleißigen Mitarbeiter im Jahr aus. Das bedeutet, hier fährt fast an jedem Wochenende eine Kutsche vor. Kann sich das Paar nicht selbst um Pferd und Wagen kümmern, dann übernimmt der Wirt diesen Part. Rundumservice wird groß geschrieben.


Mit Blick zur Burg. Das Traditionsreiche Haus liegt gut erreichbar im Zentrum von Posterstein. Fotos (2): Mario Jahn



Und noch ein Pfund gibt es, mit dem der „Burgherr" gern wuchert. Und das ist seine eigene Ausbildung. Die hat den Quereinsteiger über viele Stationen zum international versierten Profi gemacht. In Gasthäusern und Hotels in Gößnitz, Schmölln und Füssen, in der Schweiz und in England und schließlich auf einem Kreuzfahrtschiff hat sich Dirk Illgen seine Sporen verdient. Und auch daraus schöpft er seine Ideen für die beliebten Tanz- und Spezialitätenabende, die stets mit einem Blick für das Besondere arrangiert sind. Wenn im Herbst zum Beispiel zum „Captains Dinner“ eingeladen wird,dann verwandelt sich das Gasthaus in die Queen Victoria und den Gästen wird ein exklusives Kapitänsmenü nebst Dinnermusik und einer Schiffsmannschaft in weißer Galauniform geboten.


Apropos Menü. Wenn es ums Schlemmen geht, dann stehen Thüringer Spezialitäten wie Altenburger Ziegenkäse, Postersteiner Gänsebrust oder Schmöllner Mutzbraten ebenso hoch im Kurs wie Weine aus der thüringisch-sächsischen Anbauregion. Längst kommen die Gäste nicht nur aus dem Altenburger Land. „Wir begrüßen Brautpaare von Sylt bis München und Tagungsteilnehmer deutschlandweit", sagt Dirk Illgen. Für Übernachtungen stehen 16 Zimmer zur Verfügung. Das Restaurant bietet 100 Gästen Platz. Hinzu kommen weitere 60 Plätze auf der Terrasse.


Seit Mai 1997 leitet Dirk Illgen die Gaststätte und das Hotel „Zur Burg" im Auftrag eines Verpächters. Ermutigt vom Erfolg, möchte er das Haus künftig mit Unterstützung seiner Familie und seiner engagierten Mitarbeiter auch als Eigentümer weiterführen.


Edeltraud Peschel